Only Love

Diesen Monat trotz anhaltender Erkältung ein Lied, das ich 2015 geschrieben und am heutigen Karfreitag spontan aufgenommen habe. Es nimmt dem prominenten Anlass entsprechend die für mich oft unausweichliche Erkenntnis auf:

Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus gewiesenen Weg. Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.

George Bernard Shaw
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Zum Einschlafen zu singen

Heute Nacht hatte es hier an manchen Stellen nochmal Minusgrade – höchste Zeit, ein weiteres meiner Rilke-Lieder anzugehen. Sehr einfach, unbearbeitet und natürlich wieder aus einem Take, ungefähr so, wie ich es manchmal an Jeremias‘ Bett gesungen habe – sogar, als er noch in Joas Bauch war.

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Bluemane

Im Sommer 2010 installierte ich nach vielen Jahren Spielpause erneut den ersten Teil der Ego-Shooter-Serie Unreal Tournament von 1999, weil ich mit dessen genialem Editor UnrealEd 2.0 die neue Wohnung für mich und meine Frau planen wollte. Ich ahnte nicht, was ich mir damit für die folgenden 5 Jahre bis zur Geburt unseres ersten Kindes antun würde. Ich schrieb in diesen Jahren ein Lied darüber, das ich nun, weitere 5 Jahre später, aufgenommen habe und erstmals veröffentliche: das Lied einer Spielsucht.

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Jerry Boy

Für meinen Sohn Jeremias zum heutigen, allerersten Kindergartentag. Im Sinn habe ich das schon seit seiner Geburt, da hätte es auch gepasst. Denn Danny Boy ist ein Lied, das nach über einem Jahrhundert, tausenden Interpreten und noch mehr Anlässen eine solche Breite erreicht hat, dass darin bald jeder Weggang und jede Rückkehr anklingt – auch die ältesten und wesentlichsten: des Menschen von und zu Gott.

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Pater

Ab dem Ende des Jahres 2008, wohl direkt im Anschluss an mein letztes Album Ostrakismos, hatte ich einige Lieder geschrieben, deren Text ausschließlich aus originalen Kernbibeltexten besteht – mit dem Ziel, dass Interessierte sich deren Wortlaut dank der Verbalisierung und Melodie besser merken können. Heute, mehr als 10 Jahre später, habe ich das erste und älteste davon endlich aufgenommen und veröffentliche es hiermit.

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Rilkes Panther

Am heutigen Tag vor Heiligabend werden es 4 Jahre, dass dieses Lied erstmals aufgenommen und veröffentlicht wurde. Es ist und war das letzte und zugleich bekannteste von drei Rilke-Gedichten, das ich auf einfache Weise vertont habe – wohlgemerkt: ohne dabei irgendeine andere Vertonung zu kennen.

Es war eine dunkle Zeit. Todtraurig sind entsprechend Rilkes Worte. Vorab will ich hier ein Prosastück Rilkes in Auszügen anführen, das wohl auf denselben Beobachtungen beruht wie der Panther. Die Löwin:

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Musik veröffentlichen?

Wie sollen Laien sich mit ihrer Musik in der Öffentlichkeit bewegen? Der folgende Beitrag gibt eine Antwort anhand von Grundgedanken zur Musik, deren Wesen und Wirken. Konkreter Anlass: Ich habe begonnen, hier auf joajo.de und auf YouTube eigene Musik freizugeben.

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Amazing Grace #2.1

Schon mein letztes Liederalbum von 2008 hat mit Amazing Grace begonnen – wie eben auch mein eigenes und jedes Christenleben damit beginnt.

In G-Dur reicht es diesmal in die gute Lage von Kinderstimmen und endet dort mit einem Ausblick in die höheren Sphären der himmlischen Ewigkeit. Genau so habe ich es vor nunmehr 2 Jahren in einem Gottesdienst zum Ende des Kirchenjahres gesungen – vor allem aber davor und danach dutzende Male mit meinem kleinen Sohn Jeremias beim Einschlafen, Spazierengehen und in allen möglichen Kapellen und Kirchen. Vermutlich habe ich kein anderes Lied häufiger gesungen als dieses. „Amazing Grace #2.1“ weiterlesen

Aufnahmetechnik

Wie es sich wohl gehört und manchmal tatsächlich erfragt wird, hier eine Auflistung der ab sofort für meine Aufnahmen verwendeten Geräte, Software und Einstellungen samt Preis und Jahr der Anschaffung.

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Massive Sicherheit

Zufällig wurde ich Zeuge eines Gesprächs mit einer Flüchtlingsfamilie. Der aus Syrien kommende, eher mittellose Vater sucht ein großes Auto: Er muss für seinen Hausmeisterjob Grünmüll und Gartengeräte im Kofferraum transportieren können, außerdem seine Frau mit bisher 3 Kindern und gelegentlich seine Schwiegereltern. Der Tipp seines wohlständigen deutschen Gegenübers: Da brauchst du einen Bus! Wir haben seit Kurzem einen neuen VW-Bus. Der ist besser als ein Sharan, weil man die Sitze der zweiten Reihe rückwärts stellen kann, was die Fahrten für unsere drei Kinder nochmal ein ganzes Stück sicherer macht! Und der Kofferraum reicht eigentlich auch.

Der Syrer wirkt etwas verunsichert: Die einzigen 7-Sitzer, die er im Internet finde, seien sehr alte Mazda 5 oder Opel Zafira, die hätten aber keinen Kofferraum mehr. Und alle anderen kosteten immer mehr als 3.000 Euro …

Damit war die Kommunikation am Ende. Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Ein soziales Gefälle, das auch ein T6 4MOTION nicht überwinden kann. Ein Gefälle, das nicht nur zahlreiche Alltagsprobleme für diejenigen mit sich bringt, die am unteren Ende stehen. Nein, sondern das auch das Überleben dieser sozial, finanziell oder materiell Schwächeren bei einem Verkehrsunfall unwahrscheinlicher macht. Oder unverblümter gesprochen: Das deren Tod wahrscheinlicher macht. Im Interesse dieser Letztgenannten soll der Sachverhalt zumindest einmal kurz am vorliegenden Beispiel erklärt werden:

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