Jerry Boy

Für meinen Sohn Jeremias zum heutigen, allerersten Kindergartentag. Im Sinn habe ich das schon seit seiner Geburt, da hätte es auch gepasst. Denn Danny Boy ist ein Lied, das nach über einem Jahrhundert, tausenden Interpreten und noch mehr Anlässen eine solche Breite erreicht hat, dass darin bald jeder Weggang und jede Rückkehr anklingt – auch die ältesten und wesentlichsten: des Menschen von und zu Gott.

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Pater

Ab dem Ende des Jahres 2008, wohl direkt im Anschluss an mein letztes Album Ostrakismos, hatte ich einige Lieder geschrieben, deren Text ausschließlich aus originalen Kernbibeltexten besteht – mit dem Ziel, dass Interessierte sich deren Wortlaut dank der Verbalisierung und Melodie besser merken können. Heute, mehr als 10 Jahre später, habe ich das erste und älteste davon endlich aufgenommen und veröffentliche es hiermit.

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Rilkes Panther

Am heutigen Tag vor Heiligabend werden es 4 Jahre, dass dieses Lied erstmals aufgenommen und veröffentlicht wurde. Es ist und war das letzte und zugleich bekannteste von drei Rilke-Gedichten, das ich auf einfache Weise vertont habe – wohlgemerkt: ohne dabei irgendeine andere Vertonung zu kennen.

Es war eine dunkle Zeit. Todtraurig sind entsprechend Rilkes Worte. Vorab will ich hier ein Prosastück Rilkes in Auszügen anführen, das wohl auf denselben Beobachtungen beruht wie der Panther. Die Löwin:

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Amazing Grace #2

Schon mein letztes Liederalbum von 2008 hat mit Amazing Grace begonnen – wie eben auch mein eigenes und jedes Christenleben damit beginnt.

In G-Dur reicht es diesmal in die gute Lage von Kinderstimmen und endet dort mit einem Ausblick in die höheren Sphären der himmlischen Ewigkeit. Genau so habe ich es vor nunmehr 2 Jahren in einem Gottesdienst zum Ende des Kirchenjahres gesungen – vor allem aber davor und danach dutzende Male mit meinem kleinen Sohn Jeremias beim Einschlafen, Spazierengehen und in allen möglichen Kapellen und Kirchen. Vermutlich habe ich kein anderes Lied häufiger gesungen als dieses. „Amazing Grace #2“ weiterlesen

Massive Sicherheit

Zufällig wurde ich Zeuge eines Gesprächs mit einer Flüchtlingsfamilie. Der aus Syrien kommende, eher mittellose Vater sucht ein großes Auto: Er muss für seinen Hausmeisterjob Grünmüll und Gartengeräte im Kofferraum transportieren können, außerdem seine Frau mit bisher 3 Kindern und gelegentlich seine Schwiegereltern. Der Tipp seines wohlständigen deutschen Gegenübers: Da brauchst du einen Bus! Wir haben seit Kurzem einen neuen VW-Bus. Der ist besser als ein Sharan, weil man die Sitze der zweiten Reihe rückwärts stellen kann, was die Fahrten für unsere drei Kinder nochmal ein ganzes Stück sicherer macht! Und der Kofferraum reicht eigentlich auch.

Der Syrer wirkt etwas verunsichert: Die einzigen 7-Sitzer, die er im Internet finde, seien sehr alte Mazda 5 oder Opel Zafira, die hätten aber keinen Kofferraum mehr. Und alle anderen kosteten immer mehr als 3.000 Euro …

Damit war die Kommunikation am Ende. Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Ein soziales Gefälle, das auch ein T6 4MOTION nicht überwinden kann. Ein Gefälle, das nicht nur zahlreiche Alltagsprobleme für diejenigen mit sich bringt, die am unteren Ende stehen. Nein, sondern das auch das Überleben dieser sozial, finanziell oder materiell Schwächeren bei einem Verkehrsunfall unwahrscheinlicher macht. Oder unverblümter gesprochen: Das deren Tod wahrscheinlicher macht. Im Interesse dieser Letztgenannten soll der Sachverhalt zumindest einmal kurz am vorliegenden Beispiel erklärt werden:

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Ärgernis in Raum und Zeit

Eben haben die Glocken der Ulrichskirche und die einer anderen Kirche in Süßen dreimal geschlagen. Es ist 15 Uhr. Zählte man die Stunden seit Sonnenaufgang, wäre es „um die neunte Stunde“ (Mt 27,46) – die Todesstunde Jesu Christi. Ich stehe etwas abseits und schaue mich um. Langsam kommt doch der Frühling, die Sonne erhellt den Hochnebel und ich spüre ihre Wärme, aber auch die noch kalte Luft des vergangenen Winters. Es ist Freitag, der 30. März – damals in Jerusalem war es wohl der 14. Nissan. „Ärgernis in Raum und Zeit“ weiterlesen

Alternative zu Tempolimits

Im Rückspiegel die Geschwindigkeit von herannahenden Autos korrekt einzuschätzen, ist nicht immer einfach: Reicht meine Beschleunigung noch, um auf der linken Spur zu überholen, ohne jemanden zu behindern? Je schneller ein Hintermann auf der linken Spur daherkommt, desto weniger Zeit bleibt, diese Entscheidung zu treffen. Und nicht nur das: Die Messergebnisse unserer menschlichen Sinnesorgane werden immer unpräziser, je schneller sich ein Objekt nähert. „Alternative zu Tempolimits“ weiterlesen

Fahrradschuppen

Meine 14 Tage Sommerurlaub standen dieses Jahr im Zeichen eines kleinen Bauprojekts: Ein Unterstand für unsere Fahrräder, Fahrradanhänger und Gartengeräte, der gelegentlich auch als Laube, Computer-Arbeitsplatz oder Werkstatt verwendet werden kann. Da ich bestimmte Dinge immer wieder gefragt werde, schreibe ich sie hiermit einfach für alle Interessierten auf: „Fahrradschuppen“ weiterlesen

Federwiegen-Motor unter 100 Euro – meine Erfahrungen

Manche fragen sich, was ein Federwiegen-Motor ist. Zum Beispiel meine automatische Rechtschreibprüfung. Andere fragen sich, ob das ständige Auf und Ab solcher Motoren einem Kind schaden kann. Beide Fragen werden von diesem Beitrag nicht beantwortet. Dieser Beitrag hilft vielmehr Eltern, die sich bereits sicher sind, dass ein Federwiegen-Motor weniger schädlich für ihre Familie ist als das Schreien und Wachen ihres Kindes.

Solche Eltern wünschen sich in aller Regel einen Motor für ihre Federwiege, damit sie nicht Stunde um Stunde und Tag für Tag danebensitzen, ihren Arm rhythmisch verrenken und ihre Mahlzeiten einhändig einnehmen müssen. Solche Eltern werden in der Regel auch Webshop für Webshop durchforsten, nur um festzustellen, dass es einen solchen Motor für unter 100 Euro scheinbar nicht zu kaufen gibt. Scheinbar … „Federwiegen-Motor unter 100 Euro – meine Erfahrungen“ weiterlesen