Kategorien
Allgemein

Bergfinken im Schönbuch

Wie heute auch schon ein Artikel im Schwäbischen Tagblatt berichtet, tut sich derzeit eine Unzahl Bergfinken an den Bucheckern des Schönbuchs gütlich. Sie treffen sich danach bei Sonnenuntergang zwischen Soldatengrab und Ziegelweiher, um gemeinsam ihre Schlafbäume aufzusuchen. Nachdem ich heute selbst diesem Naturschauspiel auf der Lichtung im Golderbachtal beigewohnt habe, kann ich die geschilderten Eindrücke nur bestätigen:

In der Masse klingt das wie das Rauschen eines Wasserfalls. Es sind Hunderttausende, womöglich Millionen von Bergfinken.

Je dunkler es wird, desto dichter werden die Schwärme. Sie wirken fast wie treibende Schneeflocken, so viele Vögel wogen hin und her, bis sie endlich ein Plätzchen für sich gefunden haben.

Dass Vögel zum Schlafen zusammenkommen, kennen wir ja schon von den Krähen und Dohlen auf der Platanenallee. Möglicherweise wärmen sie sich gegenseitig. Jedenfalls aber ist es – wie auch bei Fischen – für Beutegreifer schwieriger, einen einzelnen Vogel aus einem Schwarm zu greifen.

Offenbar kommen diese Vögel aus Nordeuropa und Sibirien und ziehen im Winter südwärts, und immer mehr davon bleiben im Schönbuch hängen. Dass allerdings in diesem Jahr so außerordentliche viele Bergfinken im Schönbuch verweilen, liegt an der außergewöhnlich üppigen Bucheckernernte.

Besonders im März darf man den Bergfink auch an den Futterstellen im eigenen Garten erwarten. Um den Vogel dann aber auch zu erkennen, hilft es übrigens einerseits, sich seinen Rücken anzuschauen: Im Unterschied zum hier häufigeren Buchfink hat der Bergfink einen weißen Bürzel. Andererseits habe ich natürlich auch einige Bilder von diesen Vögeln gemacht:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.