Herbst (Es raschelt unter meinen Füßen)

Heute vor einem Jahr ist Opa Hermann in seinem Haus in Lackendorf unerwartet gestorben, wiederbelebt worden, im Rottweiler Krankenhaus 4 Tage später wieder gestorben und dann nach weiteren 4 Tagen auf dem Friedhof in Lackendorf bestattet worden. Kurz zuvor hatte er, der Naturfreund, oben stehendes Gedicht geschrieben, das ich zum Jahrestag seines Todes veröffentlichen will. Ob abgeschrieben, von wem und ob mit oder ohne Fehler, weiß ich nicht: „Herbst (Es raschelt unter meinen Füßen)“ weiterlesen

Das kleine Mäxle

Das kleine Mäxle ist der neue Kater meiner Schwiegerfamilie. (Manche würden das Schwiegertiger nennen.) Mitte September wird der alte Kater, Mietz, von der Bühne abtreten. Dann wird ’s Mäxle niemanden mehr haben, der ihm als Vorbild dienen könnte. Doch Mäusefangen hätte er sich ohnehin nur noch selber beibringen können. Heute ermöglichte er mir einige nette Aufnahmen von ihm auf dem Sofa: „Das kleine Mäxle“ weiterlesen

Der Schauende

Es ist wieder einmal Rilke, um die Jahrhundertwende …

Ich sehe den Bäumen die Stürme an,
die aus laugewordenen Tagen
an meine ängstlichen Fenster schlagen,
und höre die Fernen Dinge sagen,
die ich nicht ohne Freund ertragen,
nicht ohne Schwester lieben kann.

Da geht der Sturm, ein Umgestalter,
geht durch den Wald und durch die Zeit,
und alles ist wie ohne Alter:
die Landschaft, wie ein Vers im Psalter,
ist Ernst und Wucht und Ewigkeit.

Wie ist das klein, womit wir ringen,
was mit uns ringt, wie ist das groß;
ließen wir, ähnlicher den Dingen,
uns so vom großen Sturm bezwingen,
– wir würden weit und namenlos.

Was wir besiegen, ist das Kleine,
und der Erfolg selbst macht uns klein.
Das Ewige und Ungemeine
will nicht von uns gebogen sein.
Das ist der Engel, der den Ringern
des Alten Testaments erschien:
wenn seiner Widersacher Sehnen
im Kampfe sich metallen dehnen,
fühlt er sie unter seinen Fingern
wie Saiten tiefer Melodien.

Wen dieser Engel überwand,
welcher so oft auf Kampf verzichtet,
der geht gerecht und aufgerichtet
und groß aus jener harten Hand,
die sich, wie formend, an ihn schmiegte.
Die Siege laden ihn nicht ein.
Sein Wachstum ist: der Tiefbesiegte
von immer Größerem zu sein.

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern

Dieser Tage lag der aktuelle Gemeindebrief der Stiftskirche Tübingen vor der Tür. Auf der Titelseite verspricht der Pfarrer Einstimmung auf Karfreitag und Ostern. Aber was wird da gesungen, was ist uns überliefert? Dass „Jesus für uns gestorben ist und uns durch sein ‚teures Blut‘ vor Gott gerecht und gut gemacht hat (so z.B. EG 79).“ „Ich wünsche Ihnen frohe Ostern“ weiterlesen

Bergfinken im Schönbuch

Wie heute auch schon ein Artikel im Schwäbischen Tagblatt berichtet, tut sich derzeit eine Unzahl Bergfinken an den Bucheckern des Schönbuchs gütlich. Sie treffen sich danach bei Sonnenuntergang zwischen Soldatengrab und Ziegelweiher, um gemeinsam ihre Schlafbäume aufzusuchen. Nachdem ich heute selbst diesem Naturschauspiel auf der Lichtung im Golderbachtal beigewohnt habe, kann ich die geschilderten Eindrücke nur bestätigen: „Bergfinken im Schönbuch“ weiterlesen

Beffendorf 3, das Jahr 2011

Wie schon im Jahr zuvor gibt es ab sofort auch für 2011 ein kleines Album mit Bildern aus Beffendorf. Und in diesem Jahr verweise ich auf ein Buch: Die Feld- und Hofkreuze und die Lourdes-Kapelle in Beffendorf, ihre Stifter, Ahnen und Nachkommen – siehe dazu meinen Beitrag. „Beffendorf 3, das Jahr 2011“ weiterlesen

Was soll das Kreuz?

Wie nun auch der Schwarzwälder Bote berichtete, wurde am 20.11.2011 ein Buch von Bernfried Schneider veröffentlicht: Die Feld- und Hofkreuze und die Lourdes-Kapelle in Beffendorf, ihre Stifter, Ahnen und Nachkommen. Dieser Titel erübrigt eine Inhaltsangabe. Jedenfalls durfte ich Lektorat und Korrektorat des Inhalts übernehmen und bekam so einen guten Eindruck von der immensen Arbeit, die sich der Autor gemacht hatte. Der 88 Seiten starke Band ist im Pfarramt Beffendorf erhältlich. „Was soll das Kreuz?“ weiterlesen