Bergfinken im Schönbuch

Wie heute auch schon ein Artikel im Schwäbischen Tagblatt berichtet, tut sich derzeit eine Unzahl Bergfinken an den Bucheckern des Schönbuchs gütlich. Sie treffen sich danach bei Sonnenuntergang zwischen Soldatengrab und Ziegelweiher, um gemeinsam ihre Schlafbäume aufzusuchen. Nachdem ich heute selbst diesem Naturschauspiel auf der Lichtung im Golderbachtal beigewohnt habe, kann ich die geschilderten Eindrücke nur bestätigen: „Bergfinken im Schönbuch“ weiterlesen

Beffendorf 3, das Jahr 2011

Wie schon im Jahr zuvor gibt es ab sofort auch für 2011 ein kleines Album mit Bildern aus Beffendorf. Und in diesem Jahr verweise ich auf ein Buch: Die Feld- und Hofkreuze und die Lourdes-Kapelle in Beffendorf, ihre Stifter, Ahnen und Nachkommen – siehe dazu meinen Beitrag. „Beffendorf 3, das Jahr 2011“ weiterlesen

Was soll das Kreuz?

Wie nun auch der Schwarzwälder Bote berichtete, wurde am 20.11.2011 ein Buch von Bernfried Schneider veröffentlicht: Die Feld- und Hofkreuze und die Lourdes-Kapelle in Beffendorf, ihre Stifter, Ahnen und Nachkommen. Dieser Titel erübrigt eine Inhaltsangabe. Jedenfalls durfte ich Lektorat und Korrektorat des Inhalts übernehmen und bekam so einen guten Eindruck von der immensen Arbeit, die sich der Autor gemacht hatte. Der 88 Seiten starke Band ist im Pfarramt Beffendorf erhältlich. „Was soll das Kreuz?“ weiterlesen

Befficam

Auf Jos alter Homepage, histafel.homeip.net, gab es 18 Monate lang Bilder von einer Webcam. Diese sind nun in folgendem Video zu sehen, im Zeitraffer und ohne lange Nächte, vom 25.09.2007 bis zum 23.04.2009, mit diversen größeren und kleineren Lücken. Die Musik heißt Flamingos und stammt aus den Coaxial Sessions von 2006, leicht bearbeitet. Die Webcam stand am Ortsausgang von Beffendorf Richtung Waldmössingen an der L419 (Schramberger Straße), mit Blick in Richtung Westen (Winzeln). „Befficam“ weiterlesen

Unsre Tage zu zählen, lehre uns!

Das sind die Brüder Alois (*1930; †2004, links) und Hermann (*1928; †2011), mein Opa mütterlicherseits, noch vor dem Zweiten Weltkrieg in der Schule.

Das Bild stammt aus einem Album, welches Hermann zu seinem 80. Geburtstag 2008 bekommen hat und in welchem eine ganze Menge Ahnenforschung samt alter Fotografien und einem großen Stammbaum zusammengefasst ist. Auf mehrfache Nachfrage gibt es von diesem Album nun auch eine such- und findbare Online-Version.

Nachtrag: Eine Woche nach diesem Beitrag, am 17.10.2011, starb Hermann Flaig, etwas vor Mitternacht, am Todestag seiner Mutter.

Wenn etwas mir vom Fenster fällt

Wenn etwas mir vom Fenster fällt
(und wenn es auch das Kleinste wäre)
wie stürzt sich das Gesetz der Schwere
gewaltig wie ein Wind vom Meere
auf jeden Ball und jede Beere
und trägt sie in den Kern der Welt.

Ein jedes Ding ist überwacht
von einer flugbereiten Güte
wie jeder Stein und jede Blüte
und jedes kleine Kind bei Nacht.
Nur wir, in unsrer Hoffahrt, drängen
aus einigen Zusammenhängen
in einer Freiheit leeren Raum,
statt, klugen Kräften hingegeben,
uns aufzuheben wie ein Baum.
Statt in die weitesten Geleise
sich still und willig einzureihn,
verknüpft man sich auf manche Weise,
und wer sich ausschließt jedem Kreise,
ist jetzt so namenlos allein.

Da muss er lernen von den Dingen,
anfangen wieder wie ein Kind,
weil sie, die Gott am Herzen hingen,
nicht von ihm fortgegangen sind.
Eins muss er wieder können: fallen,
geduldig in der Schwere ruhn,
der sich vermaß, den Vögeln allen
im Fliegen es zuvorzutun.

Rainer Maria Rilke

Einschlafen

Wenn es draußen dieser Tage auch hochsommerlich ist und ein Haufen anstehender Prüfungen die Stimmung etwas drückt, so hilft unsere Zweisamkeit doch gerade in dieser Zeit zu einer Ausgeglichenheit und Kraft, die man alleine nur schwer erreichen mag …

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte dich wiegen und kleinsingen
und begleiten schlafaus und schlafein.

Ich möchte der Einzige sein im Haus,
der wüßte: die Nacht war kalt.
Und möchte horchen herein und hinaus
in dich, in die Welt, in den Wald.

Die Uhren rufen sich schlagend an,
und man sieht der Zeit auf den Grund.
Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund.

Dahinter wird Stille. Ich habe groß
die Augen auf dich gelegt;
und sie halten dich sanft und lassen dich los,
wenn ein Ding sich im Dunkel bewegt.

Rilke