Pater

Ab dem Ende des Jahres 2008, wohl direkt im Anschluss an mein letztes Album Ostrakismos, hatte ich einige Lieder geschrieben, deren Text ausschließlich aus originalen Kernbibeltexten besteht – mit dem Ziel, dass Interessierte sich deren Wortlaut dank der Verbalisierung und Melodie besser merken können. Heute, mehr als 10 Jahre später, habe ich das erste und älteste davon endlich aufgenommen und veröffentliche es hiermit.

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Rilkes Panther

Am heutigen Tag vor Heiligabend werden es 4 Jahre, dass dieses Lied erstmals aufgenommen und veröffentlicht wurde. Es ist und war das letzte und zugleich bekannteste von drei Rilke-Gedichten, das ich auf einfache Weise vertont habe – wohlgemerkt: ohne dabei irgendeine andere Vertonung zu kennen.

Es war eine dunkle Zeit. Todtraurig sind entsprechend Rilkes Worte. Vorab will ich hier ein Prosastück Rilkes in Auszügen anführen, das wohl auf denselben Beobachtungen beruht wie der Panther. Die Löwin:

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Musik veröffentlichen?

Wie sollen Laien sich mit ihrer Musik in der Öffentlichkeit bewegen? Der folgende Beitrag gibt eine Antwort anhand von Grundgedanken zur Musik, deren Wesen und Wirken. Konkreter Anlass: Ich habe begonnen, hier auf joajo.de und auf YouTube eigene Musik freizugeben.

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Amazing Grace #2.1

Schon mein letztes Liederalbum von 2008 hat mit Amazing Grace begonnen – wie eben auch mein eigenes und jedes Christenleben damit beginnt.

In G-Dur reicht es diesmal in die gute Lage von Kinderstimmen und endet dort mit einem Ausblick in die höheren Sphären der himmlischen Ewigkeit. Genau so habe ich es vor nunmehr 2 Jahren in einem Gottesdienst zum Ende des Kirchenjahres gesungen – vor allem aber davor und danach dutzende Male mit meinem kleinen Sohn Jeremias beim Einschlafen, Spazierengehen und in allen möglichen Kapellen und Kirchen. Vermutlich habe ich kein anderes Lied häufiger gesungen als dieses. „Amazing Grace #2.1“ weiterlesen

Aufnahmetechnik

Wie es sich wohl gehört und manchmal tatsächlich erfragt wird, hier eine Auflistung der aktuell für meine Aufnahmen verwendeten Geräte, Software und Einstellungen samt Preis und Jahr der Anschaffung.

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Massive Sicherheit

Zufällig wurde ich Zeuge eines Gesprächs mit einer Flüchtlingsfamilie. Der aus Syrien kommende, eher mittellose Vater sucht ein großes Auto: Er muss für seinen Hausmeisterjob Grünmüll und Gartengeräte im Kofferraum transportieren können, außerdem seine Frau mit bisher 3 Kindern und gelegentlich seine Schwiegereltern. Der Tipp seines wohlständigen deutschen Gegenübers: Da brauchst du einen Bus! Wir haben seit Kurzem einen neuen VW-Bus. Der ist besser als ein Sharan, weil man die Sitze der zweiten Reihe rückwärts stellen kann, was die Fahrten für unsere drei Kinder nochmal ein ganzes Stück sicherer macht! Und der Kofferraum reicht eigentlich auch.

Der Syrer wirkt etwas verunsichert: Die einzigen 7-Sitzer, die er im Internet finde, seien sehr alte Mazda 5 oder Opel Zafira, die hätten aber keinen Kofferraum mehr. Und alle anderen kosteten immer mehr als 3.000 Euro …

Damit war die Kommunikation am Ende. Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Ein soziales Gefälle, das auch ein T6 4MOTION nicht überwinden kann. Ein Gefälle, das nicht nur zahlreiche Alltagsprobleme für diejenigen mit sich bringt, die am unteren Ende stehen. Nein, sondern das auch das Überleben dieser sozial, finanziell oder materiell Schwächeren bei einem Verkehrsunfall unwahrscheinlicher macht. Oder unverblümter gesprochen: Das deren Tod wahrscheinlicher macht. Im Interesse dieser Letztgenannten soll der Sachverhalt zumindest einmal kurz am vorliegenden Beispiel erklärt werden:

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Joela Elisabeth Benner

Ihr werdet erkennen, dass ich in eurer Mitte bin und dass ich, Jahwe, allein euer Gott bin.

Joel 2,27

Glücklich bist du, weil du geglaubt hast; denn was der Herr dir sagen ließ, wird sich erfüllen.

Elisabeth in Lukas 1,45

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Vor die Hunde

Mein zweieinhalbjähriger Sohn Jeremias spielt wie so oft an einem Brunnen gleich neben dem größten Einkaufszentrum der Stadt. Ich sitze ein paar Schritte von ihm entfernt, als plötzlich ein ausgewachsener Rottweiler-Mischling um die Ecke kommt und direkt auf ihn zuhält. Als der Rüde bis auf wenige Zentimeter an ihn herankommt, löst sich Jeremias‘ Schockstarre, er fängt zu heulen an und versucht davonzulaufen – die unvermeidliche Reaktion eines Kleinkindes gegenüber einem fünfmal so großen Raubtier.

Während diese Reaktion andere Kleinkinder schon Augen, Gliedmaßen oder das Leben gekostet hat, kommt zwischenzeitlich auch das Herrchen mit der abgenommenen Leine hinterher. Am Brunnen angekommen versuche ich, den Mann anzusprechen und ihm die Einhaltung der innerörtlichen Leinenpflicht wenigstens in der Nähe von Kleinkindern zu empfehlen. Dieser pult zunächst seine In-Ear-Kopfhörer aus den Ohren und schaut mich verständnislos an – das Schreien meines Sohnes hatte er gar nicht gehört.

„Ich weiß schon, warum ich ihn von der Leine lasse“, meint er daraufhin, „das ist der bravste Hund der Welt.“

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Ärgernis in Raum und Zeit

Eben haben die Glocken der Ulrichskirche und die einer anderen Kirche in Süßen dreimal geschlagen. Es ist 15 Uhr. Zählte man die Stunden seit Sonnenaufgang, wäre es „um die neunte Stunde“ (Mt 27,46) – die Todesstunde Jesu Christi. Ich stehe etwas abseits und schaue mich um. Langsam kommt doch der Frühling, die Sonne erhellt den Hochnebel und ich spüre ihre Wärme, aber auch die noch kalte Luft des vergangenen Winters. Es ist Freitag, der 30. März – damals in Jerusalem war es wohl der 14. Nissan. „Ärgernis in Raum und Zeit“ weiterlesen

Alternative zu Tempolimits

Im Rückspiegel die Geschwindigkeit von herannahenden Autos korrekt einzuschätzen, ist nicht immer einfach: Reicht meine Beschleunigung noch, um auf der linken Spur zu überholen, ohne jemanden zu behindern? Je schneller ein Hintermann auf der linken Spur daherkommt, desto weniger Zeit bleibt, diese Entscheidung zu treffen. Und nicht nur das: Die Messergebnisse unserer menschlichen Sinnesorgane werden immer unpräziser, je schneller sich ein Objekt nähert. „Alternative zu Tempolimits“ weiterlesen