The Cracked Light (Remastered Album-Version)

Zwischendurch zwei Urgesteine meiner akustischen Vergangenheit, das eine materiell, das andere ideell.

Materiell: Die nunmehr fast 30 Jahre alten BELL MDA 202 („Processor Controlled Audio System“) und LEM LPP 115. Beide PA-Komponenten habe ich am Ende meiner Zivizeit im Frühjahr 2005 bekommen und seither für diverse Beschallungsaufgaben verwendet. Sie funktionieren noch immer, sind aber so schwer und unhandlich, rauschen und klingen unbefriedigend – daher handelt es sich bei diesem Einsatz um ihren letzten, bevor ich sie weitergebe. Ihr Abschiedskonzert sozusagen. Der eingestellte Effekt 67 war bei diesem Powermixer der Standard für Gesang – in diesem Meer von Geräuschen hört man immerhin sein störendes Eigenrauschen nicht. Die Kanäle schließlich sind im Video folgendermaßen belegt:

  1. Gesang, aufgenommen mit Mikrofon unbekannten Typs
  2. Gitarre, wohl ein altes Stratocaster-Imitat
  3. Drums, das R’n’B-Kit aus Steinbergs Groove Agent
  4. Backings, vom Underwater-Choir aus Steinbergs HaLion
  5. Bässe, Pickbass aus HALion und Deep Bass aus Steinbergs D’cota
  6. Synthesizer, Sawtooth namens Papathanasiou aus D’cota

Ideell: The Light (Everything on Your Way) – eine meiner ersten Aufnahmen mit eigenem Text überhaupt. Gesang aufgenommen genau heute vor 15 Jahren, in der Nacht auf Freitag, 13. Juni 2004, zwischen 0 und 1 Uhr. Alles geflüstert, da in meinem Zimmer, während die Eltern schliefen. Gitarre aufgenommen am selben Tag um die Mittagszeit. Ein paar Tage später meine mündliche Abitur-Prüfung, am selben Abend Abiball und in derselben Nacht direkt weiter zu meinem letzten Southside-Festival. Dort teilte ich das kleine Zelt des Nachts mit der Person, um die es in dem Lied geht. Um Drums und Synthies erweitert zu The Cracked Light im folgenden Januar und gemastert zusammen mit den anderen Tracks für 20 Miles, die Wahrheit und so im Frühjahr 2015, aber in letzter Minute wieder vom Albummaster weggenommen. Geblieben ist dort nur Violet Voids. Jahre später in Tübingen dann unauffällig veröffentlicht mit den Coaxial Sessions, allerdings nicht genau in dieser Albumversion.

Vielleicht nehme ich das Lied irgendwann auch mal noch im Rahmen meines Albums Lieder auf, dann arrangiert für menschliche Ohren und Akuklampfe – es fällt jedenfalls in die dortige Definition von Liedern „aus meiner frühesten kreativen Phase zwischen 2001 und 2004, daraus aber nur diejenigen, denen ich damals sowohl einen selbstgemachten Text als auch meine Stimme verliehen habe“. Mal sehn. Vielleicht gibt es dann ja sogar nochmal eine B-Side.

Das eingebettete Video von YouTube
Hochauflösende MP3 des Audiotracks

Der Text, wie er auch für die Video-Untertitel auf YouTube synchronisiert wurde:


i hope you | see the light | coming down | from deep inside | our earth |
muzzle flash |
complete_n_sane |
shoot my mind black |
get my sleep back |

my girl wanted to see | [] | everything | together |
together | makes nothing |

my girl talks | all the time | I sleep |
nothing | could be everything |

whats my name |
nothing is clear |
the light is comin up |
yeah | its comin up |

the light attracts you |
it wants you |
sucks you deep inside | our earth |

w_ll | I get my sleep back |
hear your speeches |
all the time |
all the time |
this is you |
this is you |
this is you |

wake up |
wake up |
wake up |
wake up |

cant you see | the displays glowing |
cant you hear | the mobiles ringing |
didnt you |
didnt you |
didnt you |
this is your life |
this is your life |
life is waiting just for you |

Titel: The Cracked Light (Remastered Album-Version) // Originaltitel: The Light (Everything on Your Way) // Text, Melodie und ©, Interpretation, Produktion und ℗ (2004), Video (2019): joajo.de

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