Only Love

Diesen Monat trotz anhaltender Erkältung ein Lied, das ich 2015 geschrieben und am heutigen Karfreitag spontan aufgenommen habe. Es nimmt dem prominenten Anlass entsprechend die für mich oft unausweichliche Erkenntnis auf:

Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus gewiesenen Weg. Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.

George Bernard Shaw

Es spielt ferner auf 2 Songs der wundervollen, aber auch traurigen schottischen Band Aereogramme an. Zuerst auf das im 3/4-Takt stehende Post-Tour, Pre-Judgement von 2001, das mich während meiner Zivizeit intensiv begleitet hat. Dort heißt es in der Strophe:

Don’t you know where I’ve been?
I have climbed every mountain
Don’t you know what I’ve seen?

Zweitens auf die gigantische 3/4-Takt-Walze Nightmares von 2007, dem letzten Jahr der Band, mit ihrem kurzen Refrain:

And now only love can save me now

Gewöhnungsbedürftig ist der hohe Gesang zu Beginn und an weiteren Stellen. Auch er stammt aus der Erinnerung an Craig Beaton, den Sänger von Aereogramme, vor allem aber an Thom Yorke von Radiohead, welcher mich Jahre meiner Jugend inspiriert hat, und nach ihm auch an den bekannteren Matthew Bellamy von Muse. Weniger massentauglich sind außerdem die häufigen 7er-Takte, die wohl aus meinem Faible für Songwriter wie Neal Morse oder Steven Wilson herrühren.

Vom Aufbau her ist der Song hingegen nahezu Popstandard: 2 Strophen, Refrain, Bridge, Strophe, Refrain. Auch die Akkorde schwanken ganz bekömmlich zwischen C-Dur und den Quintverwandten hin und her, lediglich vereinzelte Moll-Akkorde bringen etwas Varianz. Für die Bridge versuchte ich mich erstmals an einem sehr einfachen, kurzen und effektfreien Gitarrensolo. Dessen nachträgliche Aufnahme stammt vom sehr späten Karfreitagabend, als meine Ohren wohl schon zu müde waren: und nicht mehr hörten, dass die Gitarrenstimmung gar nicht mehr passt. Seis drum. Der Rest stammt wie immer aus ein und demselben Take.

Ach ja, und: Diesmal hat das Video nur ein Viertel der bisherigen Auflösung, weil ich vergessen habe, die Kameraeinstellungen anzupassen. Spontan geändert habe ich dafür aber mal Standort und Blickwinkel – wovon ich noch nicht restlos überzeugt bin.

Das eingebettete Video von YouTube
Hochauflösende MP3 des Audiotracks (Peripherie gekürzt)

Der Text, wie er auch für die Video-Untertitel von YouTube automatisch synchronisiert wurde:

Did you see what I’ve seen?
I’ve climbed the highest mountains
Yeah, I’ve climbed the mighty mountains
|: And I come back home to You :|

Did you feel what I felt?
I dove the deepest oceans
Yeah, I dove the waving oceans
|: And I come back home to You :|

After all, only love can save me now
And after all, only love |: can save me now :|
Only love can save me now

Did you know what I know?
I tried all human power
Yeah, I tried their guns and powers
And I come back home to You
Yes, I run back home to You

After all, only love can save me now
And after all, only love |: can save me now :|
Only love can save me now

Titel: Only Love // Text, Musik und © (2015), Interpretation, Video, Produktion und ℗ (2019): joajo.de

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Kommentare

Kerstin Figel sagt:

Hallo Johannes, mir gefällt das Lied und dein Singen sehr gut! Da wir an Karfreitag nach der Kirche Joa gesehen hatten, war ich informiert und habe mich heute erfolggreich auf Spurensache gemacht. LG, Kerstin

jo sagt:

Oh Kerstin, das freut mich sehr! Ja, das waren 2 Stunden am Vormittag, die unerwartet frei und deshalb nicht verplant waren. :-)

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