Taormina

Taormina

Am vierten Tag führte uns ein Ausflug nach Tormina, zum möglicherweise stärksten Touristenmagneten Siziliens. Sein Teatro Greco Romano bietet eine geniale Szene mit blauem Meer und vor allem: dem majestätischen Ätna. Und zwischen Taormina und Ätna liegt außerdem die Alcantara-Schlucht, gut für eine Abkühlung.

Kostenloser Parkplatz
Kostenloser Parkplatz

Von unserem Campingplatz liegt Taormina etwa 20 Minuten die Ostküste hinab, sodass wir für die kommende Nacht keinen neuen Platz suchen mussten. In der Stadt selbst gibt es 2 kostenpflichtige Parkhäuser (zu unserer Zeit 6 Euro pro Stunde), die Innenstadt ist für den Verkehr gesperrt. Wer wie wir einen kostenlosen Parkplatz sucht, wird beim Atahotel Capotaormina fündig. Allerdings: Man muss dann etwa 2,5 Kilometer den Berg hinaufsteigen, teils auf befahrenen Straßen, teils mit Treppen, aber morgens und mittags jedenfalls immer in der Sonne. Puh. Da zahlt man vielleicht doch lieber die 6 Euro im Parkhaus.

Piazza 9 Aprile
Piazza 9 Aprile

In der Tourimeile von Taormina kostet eine Sorte Eis in der Waffel zwischen 2 und 2,50 Euro; und für teuren Schmuck, Mode und Parfüm hatten wir im Grunde auch nichts übrig. Deshalb waren wir um die Mittagszeit schon wieder am Parkplatz und genossen saftige Nektarinen mit Blick aufs tiefblaue Meer. Auf dem sehr großen Parkplatz der Alcantara-Schlucht gab es dann auch noch ein Schattenplätzchen für unseren Klapptisch,  eine kleine Siesta und leckere Brötchen mit Schinken – selbst sowas schmeckt in Italien – oder im Urlaub? – gleich soviel besser! Ein voll belandener Zitronen-Transport tat sein Übriges.

Aufzug in die Schlucht
Aufzug in die Schlucht

Jenseits des großen Parkplatzes wartete dann schon die Pforte auf uns. Der junge Mann dort mit verspiegelter Sonnenbrille konnte sogar halbwegs Englisch: Mehrere mögliche Rundwege durch und um die Schlucht, ein Kurzfilm über ihre Entstehung sowie die zweifache Benutzung des Aufzug kosten pro Person 12,50 Euro. Oh weh! Die Sizilianer haben wohl in den letzten Jahrzehnten gelernt, den Tourismus optimal auszunutzen – und wer will’s ihnen verübeln? Wir jedenfalls nicht. Wir fanden aber glücklicherweise heraus, dass die Straße etwas weiter oben auch noch eine vielstufige Treppe in die Schlucht hinabführt, und zwar kostenlos. Von dort kommt man in einen relativ eng umgrenzten Teil der Schlucht, der aber dennoch die Anfahrt lohnt: Kühles Wasser, bizarre Felsformationen und eine dem Vulkangestein gedankte, blühende Vegetation. Sehr schön! Auch einige Italiener verbrachten hier die Mittagshitze, außerdem ein Tübinger Studentenpärchen. So ist der Ätna über uns wohl groß, die Welt aber doch klein.

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