Reverse Engineering – Verlassen einer Märchenstadt

Großer Kleiderschrank in Schräglage

Vor genau einem Jahr | Die Neckarhalde 25 war unser erstes gemeinsames Domizil nach unserer Hochzeit. Sie war ein kaum fassbar großes Glück, in der Tübinger Altstadt, an einer historischen Straße und mit riesigem Garten direkt am Neckarufer gelegen. Mit großem Dachboden fürs Heimwerkeln und ebenso großem Keller fürs Lagern. Mit romantischem Balkon mit Blick auf die Neckarfront einer der schönsten Städte Süddeutschlands. Mit heimeligem und selbstgemachtem Ehebett, mit eigener Küche und eigenem Bad, mit Stiftsnähe und Fahrradschuppen, mit Kanadier und Kajaks, mit Gartenlaube und Baumschaukel, so zahlreichen Sing- und Wasservögeln, intensiven Studien- und Umbruchsphasen – und eben dem ersten ehelichen Zusammenleben überhaupt. Gewiss wird diese Zeit noch manchen verklärten Rückblick zeitigen – nicht nur wegen der vielen schönen Fotos, die da entstanden. Doch dieser Tage ist es nicht leicht, das Schöne zu sehen. Joa ist bereits in Süßen, unserem neuen Wohnort. Und ich bin dabei, während vollzeitiger beruflicher Auslastung unsere alte Wohnung in Tübingen zurückzusetzen, in den Zustand unseres Einzugs. Und das, wo die neue Baustelle in Süßen eigentlich jede freie Minute braucht. Aber alles muss raus, die Nachmieter kommen. Lediglich in der Küche werde ich die einst mühevoll gemachte Arbeitsplatte und das dazugehörige Fensterbrett belassen, ferner den optimal angepassten und so oft benutzten Balkontisch.

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