Abdecken, Abdecken

Westseite mit Pfette und Stütze

Vor genau einem Jahr | Heute haben wir das Dach voll abgedeckt. Mit vereinten Kräften kamen die herunterrutschenden Ziegel in den bereitstehenden Bauschutt-Container, Dachlatten und Unterspannbahnen verteilten sich ungezielt ums Haus, ebenso diverse Blech-, Blei- und Kunststoffteile. Neben ein paar verlassenen Spatzennestern gab es dabei höchstens einen bemerkenswerten Fund:

Die Heizleitungen des Obergeschosses sind untypischerweise im Drempel verlegt – ein Bereich, der lediglich von Ziegeln bedeckt, ansonsten aber völlig ungedämmt war. Vermutlich sind sie bisher nur deshalb nicht eingefroren, weil das ganze Haus ungedämmt und die Heizleitungen ohnehin dauernd in Benutzung waren. In Zukunft werden die Leitungen jedenfalls zusätzlich durch 14 Zentimer Klemmfilz, 18 Millimeter OSB und weitere 16 Zentimeter PU isoliert. Dann macht es auch nichts aus, dass die beiden Gaubenräume im Osten als Gäste- und Schlafzimmer (zunächst) so gut wie nicht beheizt werden.

Eine der feuchten Stellen im Wohnzimmer
Eine der feuchten Stellen im Wohnzimmer

Bemerkenswert ist schließlich, dass wir vor schlimmeren Unwettern bewahrt wurden. Ein Gewittersturm riss zwar bei Nacht die unzureichend befestigte Abdeckplane vom Dachstuhl und warf 5 Meter lange Dachlatten in den Garten und auf die Stahlstraße. Der Regen blieb aber aus. Als es dann abends darauf tatsächlich einmal in Strömen regnete, lief dank mangelhafter Abklebung Wasser von der östlichen Gaubenwand in die Wohnzimmerwand, wo sich sofort Schimmel ansiedelte. Es war nur ein kleiner Fleck von Feuchtigkeit, aber es brauchte eine ganze Woche Dauerbeföhnung (2000 Watt), um ihn vor dem Dämmen trocken zu bekommen.

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