Herbst (Es raschelt unter meinen Füßen)

Herbst-Gedicht, Handschrift von Hermann Flaig

Heute vor einem Jahr ist Opa Hermann in seinem Haus in Lackendorf unerwartet gestorben, wiederbelebt worden, im Rottweiler Krankenhaus 4 Tage später wieder gestorben und dann nach weiteren 4 Tagen auf dem Friedhof in Lackendorf bestattet worden. Kurz zuvor hatte er, der Naturfreund, oben stehendes Gedicht geschrieben, das ich zum Jahrestag seines Todes veröffentlichen will. Ob abgeschrieben, von wem und ob mit oder ohne Fehler, weiß ich nicht:

Es raschelt unter meinen Füßen,
wenn ich den Wald durchstreife.
Es ist das sommermüde Laub
von Eschen, Buchen, Eiche.

Wie hat es einst gegrünt, gesproßt
am Baume, an dem Aste –
Und allen Menschen Labung gab,
die in dem Wald zu Gaste.

Nun wirbelt Herbstwind es noch auf,
auf zum letzten Tanze!
Müde sinkt es dann zur Erde,
sterbend in goldenem Glanze.

Wie ist des Menschen Leben doch
mit Blättern zu vergleichen.
Man wird geboren, spendet, stirbt.
Wie Laub von Eschen, Buchen, Eichen.

2 Gedanken zu „Herbst (Es raschelt unter meinen Füßen)“

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